Die Internationale Frauenliga (IFFF-WILPF) kritisiert die Verurteilung der Frauenrechtsaktivistin Pinar Selek durch ein türkisches Gericht.

27. Januar 2013

Die Internationale Frauenliga (IFFF-WILPF) kritisiert die Verurteilung der Frauenrechtsaktivistin Pinar Selek durch ein türkisches Gericht. Die Soziologin und Autorin setzt sich unter anderem für die Rechte der kurdischen Bevölkerung und anderer Minderheiten in der Türkei ein. Pinar Selek wurde am 24. Januar vom Obersten Gerichtshof in Ankara zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe wegen vermeintlicher Unterstützung terroristischer Aktivitäten verurteilt. Als „Justizwillkür gegen türkische Oppositionelle“ bezeichnete die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses des Europäischen Parlaments Barbara Lochbihler die Verurteilung in einer Pressemeldung vom gleichen Tag. Die IFFF fordert die Bundesregierung auf, sich aktiv für die Menschenrechtsverteidigerin und Friedenaktivistin Pinar Selek einzusetzen.

Einen Beitrag von Pinar Selek mit dem Titel „Gegen die Wand der Männlichkeit – Der Feminismus bietet eine Grundlage, um die Logik des Krieges in der Türkei zu überwinden“ in der WILPF-Publikation „Frau Macht Veränderung“ (2011) kann hier abgerufen werden: Frau Macht Veränderung (ab Seite 66) siehe auch unter Publikationen