Frauenaktion gegen Militäreinsätze

29. Juli 2009

Presseerklärung

Am 27.07.09 fand im Vorfeld des öffentlichen Rekruten-Gelöbnisses eine Frauenaktion statt. Die Frauen der Münchener Friedensbewegung demonstrierten gegen Militäreinsätze mit den Transparenten: FRIEDEN kann Mensch nicht KRIEGen – Wir trauern um die Opfer aller Kriege.Sie protestieren damit gegen die zunehmende Militarisierung und gegen die Beteiligung der Bundeswehr an Angriffskriegen, die nach Meinung der Demonstrantinnen nicht durch das Grundgesetz gedeckt sind.

Opfer der Kriege sind nach Meinung der Frauen nicht nur die getöteten oder verletzten Männer, Frauen und Kinder der ungeschützten Zivilbevölkerung. Der Krieg ist nach dem Krieg nicht vorbei. Neben den sichtbaren Kriegsschäden, den zerstörten Häusern, der verseuchten Umwelt, der materiellen Not leiden die Menschen auch unter den Traumatisierungen des Krieges. Es ist allgemein bekannt, dass Frauen im Krieg physische und sexuelle Gewalt erleiden, aber auch in Nachkriegsgesellschaften steigt die Gewaltkriminalität dramatisch an, da die Menschen diese grauenvollen Erlebnisse nicht verkraften, auch der Besitz von Kleinwaffen in den Händen der Männer führt verstärkt zu häuslicher Gewalt wie Vergewaltigungen, Kindesmisshandlungen, Mord und Totschlag.

Die Frauen brachten deutlich zum Ausdruck, dass sie die Politiker nicht verstehen können, die Kriegseinsätze mit den oben beschriebenen Folgen befehlen. Kriege sind und bleiben auch im 21. Jahrhundert menschenverachtend. Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar.

Von deutschem Boden soll nie wieder Krieg ausgehen. Diese Forderung ist so gut wie bei der Gründung der Bundesrepublik vor 60 Jahren.

Brigitte Obermayer

Die Rede von Irmgard Heilberger, Vorsitzende der IFFF hier als PDF.