IFFF Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit
WILPF Womens International League for Peace and Freedom

Liebe IFFF-Frauen und Freund*innen,

es ist mir wichtig, als erstes euch allen zu danken. Viele Frauen haben uns neben der materiellen Unterstützung mit Zeit und Energie unterstützt und unsere Ziele in verschiedenen Netzwerken weitergebracht.

Synergien können wir auch vor der Jahresversammlung (16./17. März in Berlin) nutzen: Barbara Lochbihler, MDEP, d i e Mentorin der IFFF, lädt am Freitag, den 15. März 2019; von 19-21 Uhr ins Il Punto, Neustädtische Kirchstrasse 6, 10117 Berlin (Nähe U/S-Bahn Friedrichstrasse) zu einem Netzwerkdinner mit Vertreterinnen der Zivilgesellschaft ein. Zu „Erwartungen an eine feministische Außenpolitik - auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene!“ wird es Inputs geben von (angefragt):

• Heidi Meinzolt, European Representative in the International Board of the Women‘s International League for Peace and Freedom

• Anne-Lena Heiland, Büro Claudia Roth, Projekt 2020: feministische Außenpolitikkonferenz in Berlin

• Kristina Lunz, Center for Feminist Foreign Policy

• Dr. Sophia Wirsching, neue Geschäftsführung von KOK

• Jeanette Böhme, medica mondiale/Res 1325 Netzwerk

• Dr. Silke Voss-Kyeck, Forum Menschenrechte/neue Kontaktstelle zum Menschenrechtsrat Genf

• Anne Balzer, ICAN

Bitte meldet euch bis zum 15. Januar bei info@wilpf.de an, wenn ihr teilnehmen möchtet.

Neben der Planung  unserer politischen Arbeit und der laufenden Projekte (Europaprojekt „Women Vote Peace“, 100 Jahre Gleichstellung sowie Anita Augspurg-Preis) stehen im zweijährigen Turnus auch Wahlen an. Wie ihr wisst, suchen wir dringend eine verantwortungsvolle Schatzmeisterin. Aber auch alle anderen Ämter sind nicht auf Lebenszeit verliehen.

Ende November trafen sich Partnerinnen unseres EU-Projekts „Women Vote Peace“ aus verschiedenen Ländern Europas in München. Die Idee, in Erinnerung an unsere Gründerinnen und deren Einsatz für das Frauenstimmrecht  eine europaweite Kampagne zur Europawahl zu entwickeln, hatte nach zwei Arbeitstagen mit einer für ein breiteres Publikum offenen Abendveranstaltung konkrete Gestalt gewonnen, den Bericht dazu findet ihr hier.

Hinweise zu den im kommenden Jahr in verschiedenen Ländern dazu stattfindenden Veranstaltungen findet ihr hier.

 „Dort Kämpfen, wo das Leben ist“: Die Szenische Lesung zu sieben Frauen, Revolution und Gleichberechtigung wird am 15. und 16. Januar, 20.00 Uhr im Teamtheatersalon, Am Einlass 4 in München nochmals aufgeführt. Unsere Filmreihe im Kim-Kino im Einstein München hat schon die zweite erfolgreiche Aufführung hinter sich. Am 31. Januar läuft der Dokumentarfilm „Anita Augspurg“ von Heike Bretschneider, am 28. Februar „Die göttliche Ordnung“ – die Regisseurin Petra Volpe wird anwesend sein.

Das Service Gender Consulting der Universität Stuttgart  unter Federführung der Gleichstellungsbeauftragten Professorin Dr. Nicole Radde und der Geschäftsführerin Nicola Hille, M.A. und Mitarbeit von Young WILPF-Mitglied Anna Held und Julia Steiner luden Anfang Dezember in die Universitätsbibliothek zur Ausstellungseröffnung ein:„Menschenrechte haben kein Geschlecht, 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland.“ Unter anderen Frauen wurden auch unsere Gründungsfrauen Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann dort gewürdigt. Sabine Bollenbach und ich trugen dort das von Heidi Meinzolt entworfene Streitgespräch von Clara Zetkin und Anita Augspurg vor.

Auch in der Ausstellung „Damenwahl“ im Historischen Museum Frankfurt (bis 20.1.19) fand ich unsere Frauen gut gewürdigt. Sie ließen ihren Reden auch Taten folgen. Als ich eine Schublade herauszog, fand sich ein Dankbrief des Frankfurter Bürgermeisters an Aletta Jacobs, Mitgründerin der WILPF und erste Ärztin der Niederlande, die nach dem Ersten Weltkrieg Lebensmittelspenden für Frankfurter Kinder organisiert hatte. 

Wir haben schon öfter über die steigende Militarisierung der EU berichtet. Anbei Brigitte Obermayers Stellungnahme zu „PESCO“:

„ PESCO wird teuer!"
Der deutsche Schulterschluss mit Frankreich vor zwei Jahren wurde eingeleitet durch eine deutsch-französische Rüstungsinitiative. Beispielhaft dafür steht die geplante Entwicklung eines Kampfflugzeuges bis 2040, das bei anschließender Produktion ca. 80 Mrd. Euro verschlingen könnte.

Frankreich und Deutschland unterstreichen damit ihren Führungsanspruch innerhalb der EU. Dies ist Teil jenes "neugegründeten Europas" von Emmanuel Macron.

Wer zahlt dafür?
Vielleicht sollte man die Proteste in Frankreich unter diesem Gesichtspunkt beleuchten, denn
bei allen Analysen über die Situation in Frankreich und den Aufstand der "Gelben Westen" wurde die extreme Militarisierung des Landes vernachlässigt. Wir von  der IFFF fragen: "Wieso wird den massiven Kriegseinsätzen Frankreichs und den Kosten dafür in den Presseberichten kaum Beachtung geschenkt?"
Bereits 2008 schrieb Thomas Mitsch (IMI) über Frankreichs 3. Verteidigungsweißbuch
"Eine deutliche Anhebung der Militärausgaben wird nur möglich sein, wenn umfangreiche Kürzungen am Lebensstandard der Arbeiter vorgenommen werden. Dies würde aber heftige Reaktionen der französischen Arbeiterklasse auslösen".

Vielleicht folgt auch eine heftige Protestwelle in Deutschland, denn auch hier gingen im Sommer und Herbst viele Menschen auf die Straße, nicht so auffällig wie die "Gelben Westen", aber trotzdem sichtbar und hörbar. Die Proteste gehen weiter, denn kein Land der Welt kann mehr ignorieren, dass durch die wahnsinnigen Geldausgaben für unsere "angebliche Sicherheit" nur Tod, Elend und Flucht geschaffen werden.

Die Menschen erwarten viel von der EU, aber keine Hochrüstung. Zeigen wir bei den kommenden EU-Wahlen, was wir von dieser Polititk halten.

Soeben habe ich den Aufruf des Bundes für Soziale Verteidigung zur Verhinderung der neuen türkischen Offensive in Syrien unterschrieben. Ihr findet ihn hier.

Euch allen wünsche ich persönlich ein zufriedenstellendes Jahr 2019. Politisch halte ich es mit den Frauen, die sich 1932 in Amsterdam trafen: „Auch die Devise aller radikalen Pazifisten lautet nicht nur Krieg dem Kriege, sondern Krieg dem Hunger, dem Elend und der geistigen Not, damit endlich Frieden und Freiheit auf Erden herrschen kann.“ (DIE FRAU IM STAAT, 14. JG., 1932, Heft 9/10. S. 1f).  

Oder wie es unser Genfer Büro heute zusammenfasst:

“WILPF’s mission is to end and prevent war, ensure that women are represented at all levels in the peace-building process, defend the human rights of women, and promote social, economic and political justice.“  

Dann mal los!

Liebe Grüße

Irmgard

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Stellenausschreibung

Die IFFF sucht eine Schatzmeisterin

Du hast Interesse an der Arbeit einer international aufgestellten NGO und möchtest dich vermehrt für Frauenrechte auf lokaler Ebene oder innerhalb internationaler Beziehungen einsetzen? Dann bist du bei uns genau richtig. Neben der politischen Arbeit gehört die Finanzverwaltung zu den unentbehrlichen Aufgaben innerhalb einer NGO. Dafür suchen wir dringend Unterstützung! Zu deinen Aufgaben gehören: Verwaltung des Sektionskontos, des Spendenkontos: Abwicklung …

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Termine

Dort kämpfen, wo das Leben ist! Frauen in der Revolution 1918/1919

Am 15. und 16. Januar finden im Münchener Teamtheater Salon jeweils um 20 Uhr szenische Lesungen statt. In einem Wartesaal treffen sich zum Ende des Ersten Weltkriegs sieben Frauen. Sie spielen in den sich umstürzenden Verhältnissen eine besondere politische Rolle. Sie erzählen von ihrem Leben, ihrer Arbeit und dem Kampf um Gleichberechtigung.

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Filmvorführung: Anita Augspurg

Am 31.01.2019 zeigt das KIM-Kino im Einstein, München den Film Anita Augspurg - Kämpferin für Frieden, Freiheit und Frauenrechte unter Regie von Heike Bretschneider.

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Women Vote Peace – Frauen wählen Frieden

Anlässlich der Europawahl und dem 100-jährigen Jubiläum des Frauenwahlrechts in mehreren europäischen Ländern organisieren wir im kommenden Jahr verschiedene Veranstaltungen mir Partner*innen aus Großbritannien, Polen, Spanien, Österreich und der Schweiz.   Weiterlesen.