3. Januar 2019

Women Vote Peace

Ein zweitägiges Seminar leitete Ende November in München die umfangreichen Aktivitäten der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit/IFFF (Women’s International League for Peace and Freedom/WILPF) zur Bearbeitung der Europäischen Frauenpolitik ein.

Was hat sich den zurückliegenden 100 Jahren im politischen und sozialen Selbstverständnis in der Folge des Wahlrechts für Frauen und Gesellschaft entwickelt? Sind Frauen tatsächlich gleichgestellt? Welche Erfahrungen machen die Europäerinnen, wenn sie ihre Rechte durchsetzen wollen?

IFFF/WILPF Mitglieder aus verschiedenen europäischen Ländern arbeiten gemeinsam an der Umsetzung ihrer verbrieften Rechte. Es ist genug Papier beschrieben worden und weitere Vereinbarungen und Gesetze braucht es nicht. Es mangelt an der Umsetzung. Und sie fragen:

„!Why?! not implemented“

IFFF/WILPF wird die Verträge von Rom, die EU-Verträge und die Frauenrechtskonvention (CEDAW, beschlossen am 18.10.1979) durcharbeiten und anhand einzelner Beispiele aufzeigen, dass es nicht reicht, schöne Worte zu machen.

Die Etats müssen umgeschichtet werden, um ein friedliches und soziales Miteinander zu erreichen. Die Frauen fordern Abrüstung statt Aufrüstung. PESCO – die „Ständige Strukturierte Zusammenarbeit“. So nennt man „stehende Heere“ heute – wird von allen Anwesenden abgelehnt.

Sicherheit ist soziale Sicherheit und das bedeutet Nahrung, Wohnung, Bildung, Arbeit und Kunst und Kultur.

Ein besonderes Anliegen ist der „ältesten Frauen-Friedensorganisation der Welt“ die Geschichte der Frauen und ihr langer Kampf um Gleichberechtigung. Es darf in keinem Land mehr Schulbücher ohne dieses Kapitel geben. Frauen haben und müssen ihren politischen Einfluss für eine friedliche Welt erstreiten.

Irmgard Hofer (München, 3.12.2018)

 

Mehr zum Projekt Women Vote Peace finden sie hier.