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„Kein Feminismus in Uniform”: Feministisches Argumentationstraining gegen Militarisierung und Wehrpflicht gestartet

Auf der gemeinsamen Veranstaltung mit Cênî, dem kurdischen Frauenbüro, fand zum ersten Mal in analoger Form unser feministisches Argumentationstraining statt.

Am 20. September haben wir in Berlin den ersten Workshop unseres neuen Argumentationstrainings „Kein Feminismus in Uniform” in analoger Form gegeben. Im Rahmen der interaktiven Kunstinstallation „Layers of Peace”, kamen über 25 Menschen zusammen, um sich mit den Parolen auseinanderzusetzen, die gerade überall kursieren: „Wer Gleichberechtigung fordert, muss auch gleichberechtigt an die Waffe.” Genau solche Sätze haben wir an diesem Tag genauer angeschaut und hinter die dahinterliegenden Weltbilder geblickt. 

Wir sehen nicht tatenlos zu, wie feministische Sprache für die Wiedereinführung der Wehrpflicht instrumentalisiert wird. Militarisierung macht nicht sicherer, vielmehr verengt sie den Blick auf das, was Sicherheit aus unserer feministischen Friedensperspektive eigentlich bedeutet: Für unsere Körper, unsere Beziehungen, unsere Gemeinschaften. Das haben die Teilnehmenden an diesem Tag selbst erlebt und direkt geübt, wie Gegenrede aussehen kann, um der aufstrebenden Militarisierung zu widersprechen. 

Eine Teilnehmerin brachte es auf den Punkt: „Das Weltbild hinter Militarismus ist sehr simpel und begrenzt, es ist viel mutiger, die Komplexität der Welt anzuerkennen.” Eine andere sagte: „Ich wusste nicht, wie wichtig ein explizit feministischer Blick auf Militarismus ist, bis ich es heute begriffen habe.”

Besonders wertvoll war an dem Tag auch der Austausch über verschiedene lokale Kontexte und die Notwendigkeit, das Thema immer spezifisch und transparent aus diesen heraus zu bearbeiten.

Der 20. September war der Auftakt. „Kein Feminismus in Uniform” ist ab sofort ein festes Angebot von YoungWILPF.

Wollt ihr das Training bei euch – eurer Veranstaltung, eurer Gruppe oder eurer Organisation? Meldet euch bei uns!